Mehr als 18.000 Euro für das Röntgen-Geburtshaus

Die Radiologie Franken-Hohenlohe setzt sich gemeinsam mit dem Radiologienetz Deutschland für den Wiederaufbau des Geburtshauses von Wilhelm Conrad Röntgen ein. Die Netzmitglieder haben innerhalb ihres Verbundes Geld für das Projekt der Geburtshaus-Stiftung gesammelt. Der Neckarsulmer Radiologe Jürgen Witt und sein Mannheimer Kollege Dr. Klaus-M. Ricken vom Radiologienetz-Fachbeirat übergaben die Spende Mitte September offiziell an Ort und Stelle.

„Für uns als Radiologen ist es eine wichtige Angelegenheit, das Geburtshaus von Röntgen wieder zugänglich und nutzbar zu machen“, sagte Witt, der mit seinen Praxispartnern eine hohe Einzelspende zum Gesambetrag beigesteuert hat, beim Ortstermin in Remscheid-Lennep. „Immerhin ist Röntgen der Begründer unseres Fachbereichs. Mit seiner bahnbrechenden Entdeckung war er der Pionier für eine Fülle medizintechnischer Innovationen, die eine ganzen Reihe von Nobelpreisträgern hervorgebracht haben und bis heute die radiologische Versorgung unserer Patienten prägen.“  Und Dr. Ricken ergänzt: „Das Haus macht in Kombination mit dem benachbarten Deutschen Röntgenmuseum die Faszination der bildgebenden Diagnostik greifbar. Das halten wir für eine sehr gute und unterstützenswerte Idee, denn so kann es dazu beitragen auch bei künftigen Generationen Begeisterung für die Radiologie zu wecken.“ Die Zukunftssicherung der Radiologie ist eines der Kernanliegen und zentralen Gründungsmotive von Radiologienetz Deutschland, einem Zusammenschluss von 360 niedergelassenen Radiologen und Nuklearmedizinern in 100 Praxen und 70 Krankenhausabteilungen.

Die beiden Radiologen Witt und Dr. Ricken übergaben die Spende von Radiologienetz Deutschland in Höhe von 18.200 Euro an den Vorstand der Geburtshaus-Stiftung Professor Ulrich Mödder und an den stellvertretenden Leiter des Deutschen Röntgen-Museums, Dr. Uwe Busch. Das Geld kommt wie gerufen: Der Wiederaufbau des Fachwerkhauses hat bereits begonnen, die Gesamtkosten werden auf rund eine Million Euro veranschlagt. Die Geburtshaus-Stiftung versucht auf verschiedenen Wegen, das Geld aufzubringen. „Je nach Aufkommen von Spenden, Sponsoringbeiträgen und eventuell auch öffentlicher Förderung können wir mit dem Ausbau voranschreiten“, so Professor Mödder. Bei einem Rundgang durch das Haus ließen sich Witt und Dr. Ricken das Bauvorhaben erläutern. Derzeit ist das Haus eine Baustelle. Zahlreiches schadhaftes Fachwerk musste ersetzt werden, auch ein Grund für die hohen Kosten. Ziel ist, das Haus mit seinen drei Stockwerken in etwa zwei Jahren komplett saniert und ausgebaut zu haben. Neben einer Ausstellung über den Menschen Wilhelm Conrad Röntgen sollen in dem Haus ein kleiner Tagungsraum sowie eine Übernachtungsmöglichkeit unter dem Dach entstehen.

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