Presseartikel 18.07.2007: Was steckt im Überraschungsei?

Neckarsulmer Grundschüler besuchen eine radiologische Praxis

Von Barbara Barth

So fesselnd dürfte Schule jeden Tag sein: Für 14 Drittklässler der Manfred-Kyber-Grundschule aus Löwenstein war Neckarsulm am Montag das Ziel ihrer Wünsche. Mit ihrer Lehrerin Heidemarie Brosi und zwei Müttern besuchten die Neun-und Zehnjährigen die radiologische Gemeinschaftspraxis in der Hohenloher Straße 1. Lisas Papa ist einer der vier Fachärzte hier, und da war es nicht so schwer, einen Termin zu bekommen. Mal hineingucken in einen menschlichen Körper - das fanden alle unheimlich spannend. In der Schule haben sie noch keine Biologie, aber warum das Knie nach langem Fußballspiel oder einer Gymnastikübung so höllisch weh tut, das wollen die Kinder schon gerne jetzt wissen. Diagnose Auch krank waren sie alle schon mal. Heute, so erklärt ihnen Jürgen Witt, sei es für einen Arzt nicht schwierig, die Diagnose zu stellen. Heute hat er genügend Hilfsmittel. Früher aber, da musste der Mediziner an der Hautfarbe erkennen, was dem Patienten fehlte. Oder am Urin. Heute stehen Röntgenapparate, Computertomographen und Kernspintomographen in einer radiologischen Praxis. „Mit Strahlen und Wellen schneiden die Ärzte in den Körper hinein, ohne ihn aufzuschneiden", sagt Jürgen Witt. Auf dem Computerbildschirm zeigt er den Schülern Aufnahmen von Herz und Lunge, Wirbelsäule und Gehirn. Dass diese Bilder ganz ohne Skalpell und Blutfließen möglich sind, verstehen sie erst so richtig am Beispiel eines Überraschungseies. Staunend erleben sie, dass der Computertomograph die Süßigkeit Schicht für Schicht „auszieht", ohne dass jemand das Original-Ei in die Hand nimmt und auspackt. Erst verschwindet das Stanniol, dann die Schokolade, dann die gelbe Plastikverpackung. Bis schließlich der Inhalt in all seinen Einzelteilen auf dem Monitor sichtbar wird. Die Aufregung ist groß. Was das wohl ist? Aileen vermutet: „Ein Affe." Und sie hat Recht. Denn natürlich hat Jürgen Witt das Ei in seinem Urzustand da. Schnell wird es zerlegt. „Cool", sagt Leon, als eine affenartige Figur zum Vorschein kommt. Bei Witts Kollegen Dr. Joachim Schestag legt sich Alexandra auf die Liege. Das Gelee auf ihrem Bauch ist -rrrhh -kalt. Mit dem Ultraschallkopf fährt der Arzt hin und her und gibt gleich Entwarnung: „Ein Baby bekommst Du nicht." Alle lachen. Bei Aileen macht der Radiologe die Luftröhre, die Schilddrüse und die Schlagader sichtbar. „Guckt mal, wie die pumpert." Die Kinder aus Löwenstein sind absolut fasziniert. Für Nina ist dieser außergewöhnliche Unterricht „sehr, sehr interessant". Dass es hinterher auch noch zum Hamburger-Essen geht, setzt dem Ganzen natürlich die Krone auf.

(Heilbronner Stimme, 18.07.2007) 

Grundschultag

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