Mamma MRT

Sehr geehrte Patientin,

der behandelnde Arzt hat bei Ihnen die Indikation zur Durchführung einer MR-Mammographie gestellt.

Die privaten Krankenkassen (PKV) decken in der Regel alle anfallenden Kosten im Bereich der Brustdiagnostik, auch MRT der Mamma ab.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) übernehmen die Kosten für eine MRT der Mamma hingegen von den nur in besonderen Fällen. Eine MR-Mammographie zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen (EBM 34431) ist nur unter folgenden Bedingungen möglich:

MRT-Untersuchung(en) der weiblichen Brustdrüse zum Rezidivausschluss

(frühestens 6 Monate nach der Operation oder 12 Monate nach Beendigung der Bestrahlungstherapie) eines histologisch gesicherten Mamma-Karzinoms nach brusterhaltender Therapie, auch nach Wiederaufbauplastik, für den Fall, dass eine vorausgegangene mammographische und sonographische Untersuchung die Dignität des Rezidivverdachtes nicht klären konnte

oder

MRT-Untersuchung(en) der weiblichen Brustdrüse zur Primärtumorsuche bei axillärer(n) Lymphknotenmetastase(n), deren histologische Morphologie ein Mamma-Karzinom nicht ausschließt, wenn ein Primärtumor weder klinisch noch mittels mammographischer und sonographischer Untersuchung dargestellt werden konnte.

Die mammographische bzw. sonographische Untersuchung muss allerdings hierbei nicht zwingend durch den Radiologen vorgenommen werden, der das MRT erbringt. Hier können auch die Untersuchungsergebnisse anderer Ärzte als Grundlage beigezogen werden.

Insbesondere in der Vorsorge, aber auch beim Verdacht auf ein Mammakarzinom, oder beim histologisch gesicherten Mammakarzinom in der präoperativen Vorbereitung ist auch eine medizinisch indizierte und notwendige MRT der Mamma heute noch keine Leistung der GKV. Dies gilt auch für die Beurteilung eingesetzter Mammaimplantate (z.B. Silikonimplantate).

Die Untersuchung kann für gesetzliche versicherte Patientinnen in diesen Fällen nur als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) durchgeführt und abgerechnet werden. Hierzu wird ein separater Behandlungsvertrag abgeschlossen. Hierüber beraten unsere Ärzte Sie in einem unverbindlichen ausführlichen Gespräch gerne, insbesondere auch zum konkreten Nutzen der Untersuchung für Sie, Ihre individuellen Risiken und die genauen Kosten. Private Krankenkassen erstatten die Kosten meist in voller Höhe. Wenden Sie sich bei Rückfragen zur Kostenübernahme an Ihre Krankenkasse.

In einigen Fällen werden die Kosten aber von der zuständigen Krankenkasse über einen Kostenübernahmeantrag der Patientin zurückerstattet. Dieses können Sie auch schon im Vorfeld mit Ihrer Krankenversicherung klären. Einen entsprechenden Kostenvoranschlag stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Alle Untersuchungen werden von zwei in der MRT der Mamma erfahrenen Radiologen vidiert und freigegeben.

Vorbereitung
auf die Untersuchung

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände abgeben. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar.
Bitte geben Sie an, wenn Sie eventuell metallhaltige Teile tragen, insbesondere

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten) und implantierten elektronischen Geräten.

Anders als bei den meisten anderen MRT Untersuchungen wird die Mamma-MRT in einer speziellen Mammaspule in Bauchlage durchgeführt. Unsere erfahrenen Kolleginnen am Gerät werden Sie hierfür aber entsprechend (und so angenehm wie möglich) lagern.

Bei dieser aufwändigen Untersuchung sind noch einige weitere Dinge zu beachten (u.a. sollte die Mamma MRT, sofern sie noch einen regelmäßigen Zyklus haben, in der ersten Zyklushälfte zwischen dem 7. und 14. Tag stattfinden) , die wir im Vorfeld bei der Terminvereinbarung und unmittelbar am Tag der Untersuchung ausführlich mit Ihnen besprechen!

Wärend der Untersuchung

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder – etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks – teilweise im Gerät.

 

An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz; häufig können Sie während der Untersuchung auch Musik hören.

Die Untersuchungszeit beträgt ca. 30 Minuten. Die Untersuchung beinhaltet in der Regel auch die Gabe eines intravenösen Kontrastmittels.

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